Die Quellen
Adressbücher sind eine überaus ergiebige Quelle zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Stadt in der Neuzeit. Im Jahre 1691 erschien in Paris das erste "Allgemeine Adressbuch". Das erste deutsche städtische Adressbuch wurde 1701 für Leipzig veröffentlicht, es folgten Halle gleichfalls noch 1701, Dresden 1702 und Meißen 1703.
Die Dresdner Adressbücher, die von 1809 bis 1943/44 in dichter Folge und alsbald jährlich herausgegeben wurden, weisen nicht nur Häuserbücher, Einwohner- und Straßenverzeichnisse nach, sondern spiegeln auch Wirtschaft, Politik und Alltagsleben in allen Facetten:
- Wo wohnten meine Großeltern 1941 in Dresden? (siehe auch: Suche nach Familiennamen)
- Wer wohnte 1846 in der Wilsdruffer Gasse?
- Wo finde ich den ersten Stadtplan in einem Dresdner Adressbuch?
- Wer saß 1833 im ersten sächsischen Parlament? (siehe auch: Historische Landtagsprotokolle)
- Wer gehörte 1840 zum Hofstaat des Königlich Sächsischen Hauses?
- Wo hatte der Deutsche Verein 1849 sein Vereinslokal und wie sah sein Programm aus?
- Wie waren 1893 die Besuchszeiten im Stadtkrankenhaus Friedrichstadt?
- Seit wann wurden die Adressbücher der Vororte im Dresdner Adressbuch veröffentlicht?
- Wer war im Jahr 1900 Direktor der Gemäldegalerie?
- Was kostete 1910 eine Straßenbahnfahrt vom Schloßplatz über das Terrassenufer zum Schillerplatz?
- Welchen Service bot das Güntzbad 1914 den Badegästen und wie teuer war ein Hundebad für einen kleinen Hund?
- Wohin am Wochenende? (Werbung für Ausflugslokale, seit 1932)
- Wie sah die Werbung für den Zirkus Sarrasani 1943 aus?
Zur Geschichte der Dresdner Adressbücher: ein Beitrag von Gisela Hoppe















